Ludwig-Erhard-Berufskolleg öffnet sich

400 neugierige Schülerinnen und Schüler der Paderborner Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen erkundeten am 2. Jubiläums-Projekttag das Ludwig-Erhard-Berufskolleg, der unter dem Motto "Wir öffnen uns für Gäste!" stand. Nach einer offiziellen Begrüßung nahmen sie an Unterrichtsstunden teil und konnten sich während eines Schulrundganges bei verschiedenen Mitmachaktionen ausprobieren und beraten lassen. 

Den Unterricht für die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs übernahmen an diesem Tag zahlreiche Experten aus unterschiedlichen Bereichen. Die Angebote reichten von der Vorstellung der Projekte „Einkaufen mit Handikap“ und „EULE“, über die Ressourcenwerkstatt der Verbraucherzentrale bis hin zur Schuldnerberatung, Falschgeldschulung der Deutschen Bundesbank, Datenschutz goes Schule, dem NABU-Projekt bis hin zu Informationen rund um die Bewerbung. 

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Fahne LEBK

ONE TWO FIVE - STILL ALIVE Party!

Das Ludwig Erhard Berufskolleg feiert! 125 Jahre Ludwig-Erhard-Berufskolleg und 50 Jahre Wirtschaftsgymnasium sind Anlass für eine Party. Am Sonntag, den 29.04.2018 lädt das Ludwig-Erhard-Berufskolleg zur großen Schul- und Abiparty ins Residenz ein. Das Event startet ab 22.00 Uhr. Herzlich eingeladen sind alle Schülerinnen und Schüler in und um Paderborn, Auszubildende und natürlich alle Ehemaligen.

Karten können hierzu vergünstigt im Vorverkauf Montag bis Freitag für 6,00 € im Sekretariat des Ludwig-Erhard-Berufskollegs zwischen 9.00 -13.00 Uhr erworben werden. Abendkasse 8,00 Euro. www.lebk.de

Jubiparty 

Das Beste kommt zum Schluss -der Festakt

Mit einem Festakt im Sportzentrum am Maspernplatz feierte das Ludwig-Erhard-Berufskolleg sein Doppeljubiläum - 125 Jahre Berufskolleg und 50 Jahre Wirtschaftsgymnasium - mit zahlreichen Ehrengästen, Schülerinnen und Schülern und dem Kollegium. Getreu dem Motto „Zukunft mit Tradition“ wurden in zwei Talkrunden die Bedeutung des Berufskollegs in der heutigen Zeit herausgestellt.

 

 

Fit fürs Arbeitsleben

 

Ludwig-Erhard-Berufskolleg ist seit 1893 Lehr- und Lernort für Wirtschaft und Handel

2018 05 09 Schuljubiläum Festakt

 

 Sie diskutierten beim Festakt zum 125-jährigen Jubiläum des Ludwig-Erhard-Berufskollegs über Vergangenes und Zukunft: (von links) Schülerin Laura Bewermeier, Thomas Spieker, Landrat Manfred Müller, Michael Ulich (Bezirksregierung Detmold), Schulleiter Alfons Bölte, Bundestagsabgeordneter Dr. Carsten Linnemann, Schüler Edwin Naskowski, Moderatorin Maike Greine, Schülerin Lea Brabender, Helmut Zumbrock (Bezirksregierung Detmold), Jürgen Behlke (Leiter IHK  Paderborn) und Prof. Dr. H.- Hugo Kremer (Uni Paderborn). Foto: Ruthe

 

Seit Januar 1893 werden am Ludwig-Erhard-Berufskolleg junge Paderborner im Bereich Wirtschaft und Handel aus- und weitergebildet. Anlässlich des Jubiläums besuchten Landrat Manfred Müller, Bundestagsabgeordneter Dr. Carsten Linnemann und zahlreiche ehemalige Schüler die Feier des Berufskollegs.

Musikalisch eröffnete die Schulband »Pauline-Kracher« (LWL-Förderschule mit dem Schwerpunkt Sehen) den Festakt zum 125-jährigen Jubiläum. Anschließend betonte Schulleiter Alfons Bölte die Notwendigkeit eines Berufskollegs: »Wir können hier jungen Menschen eine berufliche Per­spektive aufzeigen«. Dies sei auch weiterhin Antrieb des Schulleiters. »Neben beruflichen Kompetenzen stehen bei uns vor allem gesellschaftliche Aspekte im Vordergrund der Schulzeit«, sagte Bölte weiter. Er sei besonders stolz auf den Werdegang des Berufskollegs und freue sich, auch in diesem Jahr wieder 600 junge Menschen nach erfolgreichem Abschluss verabschieden zu können.

Seit 125 Jahren besteht das Ludwig-Erhard-Berufskolleg, welches mehr als 2300 Schüler besuchen, um sich für Berufe im Bereich Wirtschaft und Handel zu qualifizieren. Seit 50 Jahren können dort zudem junge Menschen ihr Abitur am Wirtschaftsgymnasium erreichen.

»Es ist ein Jubiläum, zu dem man nur gratulieren kann«, sagte Manfred Müller in seinem Grußwort. Er erinnerte daran, dass das Kolleg in einer Zeit gegründet wurde, in der die Industrie eine Revolution erlebt habe. »Damals fand wie heute eine industrielle Entwicklung statt, die mit der Internationalisierung der Wirtschaft einherging«, sagte Müller weiter. Damals wie heute stehe das Berufskolleg vor zahlreichen neuen Aufgaben, da die kaufmännischen Berufe durch die Digitalisierung, Stichwort »Industrie 4.0«, systematisch verändert worden seien.

Richard Stigulinszky, Leitender Ministerialrat im Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW, stellte in seiner Rede die Arbeit der Lehrkräfte in den Mittelpunkt. Und er bemerkte: »Eine Vielzahl von ehemaligen Schülern und Lehrern haben heute den Weg zu ihrer früheren Wirkungsstätte gefunden«. Das sei ein Beweis für die hervorragende Arbeit des Berufskollegs. »Die Entwicklung und Bildung, die die Schüler an diesem Berufskolleg erleben, ist der Schlüssel zum erfolgreichen Beruf«, sagte Stigulinszky.

Dass diese Berufe mehr als unterschiedlich ausfallen können, bewiesen die Gäste der Podiumsdiskussion. Moderatorin war mit Maike Greine eine Radiojournalistin und ehemalige Schülerin. »Eigentlich wollte ich immer Unternehmensberaterin werden«, sagte sie. Thomas Spieker, Wirtschaftsprüfer und ebenfalls ehemaliger Schüler, betonte, dass junge Leute durch die Berufsschule optimal auf die Arbeitswelt vorbereitet würden. »Hier findet mehr als nur Unterricht statt«, sagte auch Helmut Zumbrock, schulfachlicher Dezernent der Bezirksregierung Detmold und Leitender Regierungsschuldirektor. Bundestagsabgeordneter, Carsten Linnemann stellte fest, dass die Schüler des Ludwig-Erhard-Berufskollegs immer bestens aufs Berufsleben vorbereitet seien. »Hier werden Schüler für den Arbeitsmarkt fit gemacht.« Denn an dem Berufskolleg werde nicht nur Theorie gelehrt, sondern viel Praxis vermittelt.

Während der Podiumsdiskussion gab Thomas Rosenkranz, ebenfalls ein ehemaliger Schüler, musikalisch etwas zum Besten. Abschließend wurde zum Sektempfang geladen.

Text und Bild: Louis Ruthe         Quelle : WV vom 10.05.2018

 

 

 

125 Jahre Ludwig-Erhard-Berufskolleg, 50 Jahre Wirtschaftsgymnasium: „Mit Erfolg zahlreiche Bildungsbiographien gestaltet“

Kreis Paderborn (krpb). Im Januar 1893 waren es zwei Klassen mit 80 Schülern, die sonntags für zwei Stunden die kaufmännische Fortbildungsschule besuchten. 125 Jahre später werden über 2300 Schülerinnen und Schüler in zahlreichen Bildungsgängen im Bereich Wirtschaft und Handel am Ludwig-Erhard-Berufskolleg (LEBK) in Paderborn qualifiziert. Vom Hauptschulabschluss bis hin zum Abitur ist in diesen Tagen alles möglich. Vor 50 Jahren, in 1968, konnte erstmalig das Abitur an einer berufsbildenden Schule abgelegt werden. Mit einem Festakt im Sportzentrum am Maspernplatz feierte das LEBK sein Doppeljubiläum - 125 Jahre Berufskolleg und 50 Jahre Wirtschaftsgymnasium - mit zahlreichen Ehrengästen, Schülerinnen und Schülern, darunter auch viele ehemalige, und dem Lehrerkollegium. 

Die „Pauline-Kracher“, Schulband der der LWL-Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sehen unter der Leitung von Rainer Heemann, eröffneten den rund zweistündigen Festakt mit dem Stück „Steh auf, mach laut“, passend zum Motto der Projekttage „Das LEBK geht raus und zeigt sich“. Genau darum ging es auch Schulleiter Alfons Bölte, der sich stolz und dankbar zeigte, dass im LEBK zahlreiche Bildungsbiographien erfolgreich gestaltet wurden. Die Schule betrachte das Doppeljubiläum als Ansporn, sich weiterzuentwickeln und auch zukünftig jungen Menschen berufliche Perspektiven zu bieten. „Behalten Sie uns in Erinnerung, empfehlen Sie uns weiter, denn schließlich sind wir Kaufleute“, so Bölte wörtlich.

„Ich will mich aus eigener Kraft bewähren, ich will das Risiko meines Lebens selber tragen, ich will für mein Schicksal selbst verantwortlich sein. Sorge Du, Staat dafür, dass ich hierzu in der Lage bin“. Mit diesem Zitat von Ludwig Erhard spannte Landrat Manfred Müller, auch in seiner Rolle als Schulträger, einen historischen und philosophischen Bogen, von den Anfängen des Kollegs in 1893, in der die Industrie eine ähnliche revolutionäre Entwicklung erfahren habe, bis hin zu aktuellen Herausforderungen wie die Digitalisierung, Stichpunkt Industrie 4.0., die auch die kaufmännischen Berufe verändern werde. Dieser Schule könne man nur zu ihrem Jubiläum gratulieren. Damals wie heute werde das Berufskolleg zahlreiche neue Aufgaben zu meistern habe. Die Schule bilde die Fachkräfte von morgen aus. Sie müsse Garant sein für eine Wirtschaft, die dem Land und den Menschen diene.

Richard Stigulinszky, Leitender Ministerialrat im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, bedankte sich insbesondere bei den Lehrerinnen und Lehrern, die mit ihrer Arbeit die Schule auf modernem Niveau halten und damit einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten würden. Dass so viele ehemalige Schülerinnen und Schüler zur Feier gekommen seien belege, dass hier hervorragende Arbeit geleistet werde. „Sie ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Berufsleben“. Ein Beispiel hierfür lieferte Helmut Zumbrock, Schuldezernent bei der Bezirksregierung Detmold, der seine Karriere als Lehrer am LEBK startete, von der „Pausenaufsicht zur Schulaufsicht“, wie es Radiomoderatorin Maike Greine formulierte, ehemalige Schülerin und Schulsprecherin am LEBK. Der Einsatz digitaler Medien und deren Integration in den Unterricht erfordere die Bereitschaft aller Beteiligten, neu zu denken und pädagogische Konzepte anzupassen, betonte Zumbrock.

In zwei Talkrunden diskutierten die Schülerinnen und Schüler Laura Bewermeier, Lea Brabender, Edwin Naskovski mit Dr. Carsten Linnemann (Mitglied des Deutschen Bundestages), Wirtschaftsprüfer Thomas Spieker, Jürgen Behlke, Leiter IHK Paderborn, Prof. Dr. H.-Hugo Kremer von der Uni Paderborn und Helmut Zumbrock, Dezernent der Bezirksregierung Detmold unter dem Motto „Das LEBK heute – zwischen Tradition und Moderne und zwischen allen Stühlen?!“ die Bedeutung des Berufskollegs in diesen Tagen. Die Teilnehmer äußerten den Eindruck, dass die Politik sich bislang sehr auf Akademikerabschlüsse ausgerichtet habe und nun die berufliche Bildung verstärkt in den Fokus gerückt werden müsse. Ob Bachelor oder Berufsausbildung, hier sei nicht Polarisierung, sondern Information über die Durchlässigkeit der Bildungsgänge angesagt. Eine duale Ausbildung beinhaltet naturgemäß mehr Praxiserfahrung. „Sie ermöglicht es, sehr schnell in einem Unternehmen mitzuarbeiten“, formuliert es Laura. Letztlich müsse jeder seine Kernkompetenzen finden und dann schauen, wo er diese am besten entfalten könne. So gibt es viele Wege in die Uni, und natürlich auch zurück.

 Thomas Rosenkranz, ehemaliger Schüler des LEBK und heute Sänger und Gitarrist, beschloss den Festakt gefühlvoll und passend mit dem Stück „What a wonderful world“ von Louis Armstrong.

  

2018 05 14 Schuljubiläum Kreisfoto

125 Jahre Ludwig-Erhard-Berufskolleg, 50 Jahre Wirtschaftsgymnasium: Sie diskutierten über Bildung und Beruf (von links) Schülerin Laura Bewermeier, Thomas Spieker, Landrat Manfred Müller, Michael Uhlich (Bezirksregierung Detmold), Schulleiter Alfons Bölte, Bundestagsabgeordneter Dr. Carsten Linnemann, Schüler Edwin Naskowski, Moderatorin Maike Greine, Schülerin Lea Brabender, Helmut Zumbrock (Bezirksregierung Detmold), Jürgen Behlke (Leiter IHK  Paderborn) und Prof. Dr. H.- Hugo Kremer (Uni Paderborn). (Foto: Rotthof)

 

Bildnachweis: Julia Rotthoff, Kreis Paderborn

Text: Michaela Pitz  (Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kreis Paderborn)

 

Abitur 2018 - Viel Erfolg!

Die Abiturprüfungen 2018 haben begonnen…

Am Dienstag starteten am Ludwig-Erhard-Berufskolleg die Abiturprüfungen 2018. Traditionsgemäß eröffnete dabei der Leistungskurs Betriebswirtschaftslehre den Klausurzyklus für 52 Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr zu den Prüfungen zugelassen wurden. Begleitet werden sie dabei von vielen guten Wünschen, denn auch in diesem Jahr zieren erneut viele Glückwunschbanner den Eingangsbereich des LEBK.  

2018 04 12 Abiturprüfungen

Ludwig-Erhard-Berufskolleg geht raus

Unter dem Motto „Ludwig Erhard zeigt sich und geht raus!“ startete der erste Jubiläums-Projekttag zum Schuljubiläum an verschiedenen Orten in und um Paderborn und Büren. Schon im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler für Betriebsbesichtigungen, Jubiläums-Sternenlauf, konsumkritischer Stadtrundgang, Befragungen etc. entschieden, um ihre Schule in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

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Diebold Gruppe

 

 

 

Schüleraustausch Norwegen

Norwegen. Die Heimat der Wikinger. Das Land mit den riesigen schneebedeckten Bergen und den wunderschön zugefrorenen Seen. Und ich mittendrin. Im Rahmen des EU-Programmes Erasmus+ reiste ich vom 13.01.-10.02.18 nach Kyrksæterøra, Norwegen. Und ich erinnere mich noch genau daran, wie ich vor 4 Wochen alleine in das Flugzeug in Düsseldorf stieg. Der Flug ging von Düsseldorf über Amsterdam nach Trondheim. Ich war aufgeregt, neugierig auf das, was ich bald erleben würde und ich war ängstlich. Wie würde die Familie sein, die mich aufnehmen würde? Würde ich mich in der norwegischen Schule wohlfühlen? Tat ich hier das Richtige?

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Ich war unglaublich aufgeregt, als ich die Familie kennenlernte. Meine Austauschpartnerin hieß Helene und wir verstanden uns sehr gut. Sie hatte noch einen älteren Bruder und zwei Schwestern. Auch wenn die jüngeren Mädchen schüchtern waren, freuten sie sich darüber, wenn ich ihnen bei den Deutschhausaufgaben half und ich hatte Freude daran, wenn sie mir ihre Lieblingswörter auf Deutsch verrieten. Die Kommunikation innerhalb der Familie war jedoch schwerer als gedacht, auch weil die Eltern und jüngeren Geschwister kaum Englisch sprachen. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen.

Die Schule in Norwegen unterschied sich gänzlich von der unseren. Die Wände waren aus Glas, so dass man in jedes Klassenzimmer sehen konnte. Es war ein offenes und freies Konzept, was mich zuerst verunsicherte, doch ich gewöhnte mich daran. Als ich meine Mitschüler fragte, wie sie dieses empfanden, stellte sich heraus, dass nicht alle von diesen Glaswänden begeistert waren. Es kam mir komisch vor, dass es keine Schulglocke gab, jedoch hielten sich die Lehrer trotzdem an die vorgegebenen Zeiten. Häufig beendeten sie den Unterricht früher, wenn die Schüler gut mitgearbeitet haben. Mir gefiel es vor allem, dass der Unterricht so ruhig verlief. Wir waren nie mehr als 10 Schüler, was für norwegische Verhältnisse schon viele Schüler darstellte. In meinem Physikkurs waren es nur 4, einschließlich mir. Mich überraschte es, dass die Schüler die Lehrer mit deren Vornamen ansprachen. Es war eine überaus freundschaftliche Beziehung zwischen Lehrer und Schüler, was ich mir auch für die Schulen in Deutschland wünschen würde.

 Der Unterricht fand hauptsächlich am Computer statt, was ich positiv und kritisch beäugte, denn die Schüler wurden nicht kontrolliert, was sie am Computer taten. So kam es, dass der Mathelehrer an der Tafel die Aufgaben erklärte, jedoch die Hälfte der Schüler damit beschäftigt war, Videospiele zu spielen, Serien auf Netflix zu sehen und zu chatten. Etwas, was ich mich selbst nie trauen würde. Ich empfand es als respektlos gegenüber dem Lehrer, doch jeder Schüler war für seine eigene Leistung selbst verantwortlich. Was mich positiv überraschte, war das Trinkwasser, was jeder Schüler kostenlos zur Verfügung gestellt bekam. Darüber hinaus konnte jeder Schüler jeden Montag und jeden Mittwoch umsonst etwas in der Schule essen und Ich muss gestehen, dass der Milchreis aus der Küche köstlich war.

Häufig besuchte ich zusammen mit drei norwegischen Mädchen ein Café, in dem wir Kuchen aßen und die Zeit vergaßen. Es war unglaublich lustig und ich hatte das erste Mal das Gefühl, wirklich in Norwegen angekommen zu sein. Wir verbrachten den ganzen Abend im Café und ich erfuhr, dass es für Norweger nicht typisch war, im Café „abzuhängen“. Diese Tatsache ignorierten wir jedoch geflissentlich und die Norwegerinnen nahmen sich fest vor, sich in Zukunft öfter mal im Café zu treffen.

Dass sich Norweger darüber wunderten, wenn man seine Freizeit im Café verbrachte, brachte ich in Erfahrung, als ich alleine ins Café ging. Viele junge Leute sprachen mich an und es war einfach herrlich ungezwungene Gespräche führen zu können. Ich werde mich definitiv auch mal alleine in Deutschland in ein Café setzen, um zu sehen, ob Deutsche auch so offen sind und ein Gespräch zu jemanden suchen, der es sich alleine mit einer Tasse Kaffee gemütlich gemacht hat. Vielleicht ist es ja doch nur eine norwegische Eigenschaft.

Zusammen mit einem Norweger erkundete ich diesen kleinen malerischen Ort mit dem seltsam klingenden Namen und ich stellte fest, dass Norwegen eine wunderschöne Landschaft zu bieten hat. Als ich über die Berge, die Seen und die Dörfer schwärmte, wirkten die Norweger überrascht. Sie sind an die Schönheit des Landes gewöhnt und ich wünschte mir, sie könnten aus meinen Augen ihr eigenes Land sehen und neu erkunden.

Ich würde wahrscheinlich nicht mehr dahin reisen, da es mir etwas zu kalt war. Sollte ich mich doch noch dazu entscheiden, erneut dorthin zu reisen, würde ich mit einer Freundin mit dem Auto einmal quer durch Norwegen fahren, damit wir das ganze Land sehen können.

Annalena

Ludwig-Erhard-Berufskolleg feiert

Mit drei Projekttagen feiert das Ludwig-Erhard-Berufskolleg sein Doppeljubiläum: 125 Jahre Ludwig-Erhard-Berufskolleg und 50 Jahre Wirtschaftsgymnasium. Im Verlauf der Jahrzehnte hat sich die Schule stark gewandelt. Mit einer Talkrunde wollen die Verantwortlichen auf die heutige Bedeutung des Berufskollegs hinweisen.

 

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Alfons Bölte (kommissarischer Schulleiter des Ludwig-Erhard-Berufskollegs), das Organisationsteam des Jubiläum und die SV-Schüler freuen sich auf die kommenden Projekttage. Foto: Torsten Radde

 

Die Projekttage beginnen am 07.05.2018 mit der Präsentation des Berufskollegs in der Öffentlichkeit. „Wir gehen nach draußen“ heißt an dem Tag das Motto. Der Unterricht findet außerhalb der Schule an verschiedenen Standorten in und um Paderborn statt. (Jubiläums-Sternenlauf, Betriebsbesichtigungen, Konsumkritischer Stadtrundgang, Schulungen für Senioren im Altenheim und auf der Straße, Befragungen in der Innenstadt etc.). 

 

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„Ludwig-Erhard geht raus und zeigt sich“ – Schulsprecher Alkaly Dianè zeigt sich mit Ludwig-Erhard an der Pader. Unterricht an ganz verschiedenen Standorten in und um Paderborn.  Foto: Kirsten Levermann

 

Am 08.05.2018 öffnet sich das Ludwig-Erhard-Berufskolleg für Gäste. Externe Experten und Fachverbände gestalten an diesem Tag mit verschiedenen Projekten den Unterricht. Die Angebote reichen von der Vorstellung des Rolli-Projekts „Einkaufen mit Handikap“, welches in Kooperation mit der Liboriusschule durchgeführt wird, über die Ressourcenwerkstatt der Verbraucherzentrale bis hin zur Schuldnerberatung, Datenschutz goes Schule, Elektronisch mobil und dem NABU-Projekt etc. Aber auch zukünftige Schülerinnen und Schüler sind mit ihren Klassen eingeladen, um das Berufskolleg zu erkunden, indem sie sich individuell beraten lassen, am Probeunterricht teilnehmen oder in einzelne Projekte hineinschnuppern.

 

 

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„Ludwig-Erhard auf dem Schulhof“ – Schulsprecher Alkaly Dianè, Bahus Mustafa, Niklas Kleinemeyer, Kristin Tofall und Veronika Glanz zeigen Ludwig-Erhard.  Foto: Kirsten Levermann

 

 

Der Abschluss der Projekttage bildet der Festakt am 09.05.2018 im Sportzentrum am Maspernplatz, zu dem alle Interessierten ab 11.00 Uhr herzlich eingeladen sind. In zwei Talkrunden tauschen sich Schülerinnen und Schüler mit Dr. Carsten Linnemann (MdB), Thomas Spieker (Ausbildungsbetrieb, Elternteil und selbst ehemaliger Schüler), Jürgen Behlke (IHK), Prof. Dr. Hugo Kremer (Wirtschaftspädagogik, Paderborn) und Helmut Zumbrock (LRSD, Bez. Detmold) über das Thema „Das Ludwig-Erhard-Berufskolleg – Zwischen Tradition und Moderne und zwischen allen Stühlen?“ und „Das Ludwig-Erhard-Berufskolleg – Zukunft der Berufsbildung – ohne Zukunft, ohne Berufung und ohne Bildung“ aus.

 Maike Greine, ehemalige Schülerin des Wirtschaftsgymnasiums und Eins-Live-Moderatorin, führt durch den Festakt. Thomas Rosenkranz, ebenfalls ehemaliger Schüler und Musiker, die Pauline-Kracher (Schulband der LWL-Förderschule) und Erwin Grosche tragen zur Unterhaltung bei. www.lebk.de

 

 

 

 

 

Norwegen erkundet

Im Rahmen des Erasmus+ Projektes „FACE – The Faces and Challenges of Europe“ reisten insgesamt 12 Schülerinnen und Schüler der WG1b unter der Leitung von Nicole Broer und Henning Schlüter im März für 10 Tage nach Norwegen. Kyrksæterøra heißt der Ort der Partnerschule, der Hemne Videregående Skole. Die Schüler hatten sich vor der Reise bereits innerhalb des Europa-Kurses intensiv mit dem Thema „IT-and social networks in European students‘ lives“ beschäftigt und dazu eine Umfrage und Interviews durchgeführt und Fotos der IT-Ausstattung der jeweiligen Schule gemacht. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden dann vor Ort in internationalen Gruppen von den Schülern in Projektarbeit aufbereitet und präsentiert. 

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Neben der Arbeit an dem Thema "IT and social networks" standen auch Besichtigungen zweier lokal bedeutsamer Betriebe, nämlich der Fensterfabrik Lian in Kyrksæterøra und Leroy, einer der größten Fischzuchtfarmen Europas, auf dem Programm.

Die Schülerinnen und Schüler sprachen außerdem mit Politikern und Journalisten der Gemeinde über das Erasmus+ Projekt und besuchten das Kulturzentrum der Stadt. Bei einem Tagesausflug in die drittgrößte Stadt Norwegens, Trondheim, besichtigten die Schülerinnen und Schüler die NTNU und bekamen einen Eindruck wie vielfältig das Angebot dieser international ausgerichteten Universität ist.

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Ein besonderes Highlight war der Skitag im örtlichen Skigebiet, an dem die Schülerinnen und Schüler ihre zum Teil ersten Erfahrungen auf Langlaufskiern sammeln durften. Die Freude und Begeisterung war den Teilnehmern deutlich anzusehen. 

Die Schülerinnen und Schüler verbrachten die Zeit in Gastfamilien und hatten so die Gelegenheit, die norwegische Kultur und die gelassene Art zu leben intensiv kennenzulernen. So war es nicht verwunderlich, dass der Abschied so manchem doch sichtlich schwerfiel. 

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Schüleraustausch Polen

Im Rahmen des Erasmus+ Projektes „Aus- und Weiterbildung: Internationale Logistik“ reisten 6 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen SK2a, LL2b und GH2c unter der Leitung von Margarita Marx und Martin Kohorst im März nach Polen. Die Einführungs- und Kennenlernwoche fand in Radom und Warschau statt, in den beiden darauffolgenden Wochen waren die Schüler in ihren Praktikumsbetrieben in Radom, Posen und Bielsko-Biala untergebracht.

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Im ostpolnischen Radom ist die Partnerschule des Ludwig-Erhard-Berufskollegs, die Wirtschaftsschule „Zespol Szkol Ekonomicznych“, angesiedelt. Nach 14-stündiger Bahnfahrt am Sonntag, 11.03.18, angekommen, galt es für die Teilnehmer in der Folge von Montag bis Donnerstag die Schulbank zu drücken: Sprachunterricht Polnisch, Landeskunde auf Deutsch und Fachkunde auf Englisch.

 

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Mit den polnischen Schülern, von denen einige im Herbst 2017 bereits in Deutschland zu Besuch gewesen waren, verstand sich die Gruppe ausgezeichnet. Über den gemeinsamen Unterricht hinaus wurden Freizeitaktivitäten in Radom unternommen.

Von Freitag bis Sonntag wurde die Einführungswoche mit dem Aufenthalt in Warschau abgeschlossen. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der zweistündigen Führung durch das „Museum des Warschauer Aufstandes“. Im Jahr 2004 zum 60. Jahrestag des Aufstandsbeginns eröffnet, vermittelt das Museum dem Besucher einen sehr intensiven Eindruck vom unermesslichen Leid, das gerade die Warschauer Bevölkerung im Dritten Reich erfahren hat. 

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Zur Aufhellung der Gemüter kam anschließend der Besuch des zur Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2012 eröffneten Nationalstadions gerade recht. Hier konnten sich die Teilnehmer erfolgreich der Mutprobe stellen, das Spielfeld in luftiger Höhe mit einer Seilbahn zu überqueren.

 

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Am Sonntag, 18.03.18, teilten sich die Wege der Teilnehmer wieder. Während die Begleitpersonen die Heimreise nach Deutschland antraten, machten sich die sechs Teilnehmer auf in Richtung ihrer Praktikumsbetriebe in Polen, um dort ihren Auslandsaufenthalt für zwei weitere Wochen fortzusetzen.

 

Goldener Euro 2017 gewonnen

Schüler des Ludwig-Erhard-Berufskollegs  haben den Wettbewerb »Goldener Euro 2017« gewonnen. Schulabteilungsleiter Michael Uhlich von der Bezirksregierung Detmold gratulierte dem Siegerteam und überreichte einen Pokal. Insgesamt 28 angehende Abiturienten von sieben der 13 Wirtschaftsgymnasien haben sich als fiktive Unternehmensführer dem Planspiel gestellt.

 

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Uhlich würdigte in einer Feierstunde die unternehmerische Leistung der Nachwuchs-Ökonomen. Zum Team des LEBK zählen Cedric Hermens, Edwin Naskovski, David Schmeichel und Marvin Kirchhoff. 

 

Bei dem Spiel galt es, Campingzelte zu verkaufen. Dafür schlüpften die Schüler in die Rolle des Firmenlenkers: Sie stellten Mitarbeiter ein, trafen Entscheidungen über Marketing-Mix und Vertriebswege und kauften sowie verkauften Produktionsmaschinen. Im Fokus standen eine Finanzplanung und eine Kalkulation für die Produkte. Die Schüler bestimmten, in welche Richtung ihr Unternehmen steuerte, und mussten es auf Kurs halten.

Die Bezirksregierung Detmold hat den »Goldenen Euro« zum neunten Mal ausgelobt. Es geht darum, fiktive Unternehmen gegen harte Konkurrenz auf einem virtuellen Markt zu etablieren. Die Voraussetzungen sind für alle »Vorstände« identisch: Alle haben zu Beginn die gleichen Marktanteile, Produktions- und Mitarbeiterzahlen.

Quelle: Westfälisches Volksblatt vom 20.3.2018