Expertenvortrag

Dank der VerbundVolksbank OWL eG Paderborn konnte Thomas Wulf als Referent in seinem Expertenvortrag vor der gesamten Jahrgangsstufe 12 im Fach VWL Aspekte der Liquiditätsbeschaffung und Geldmengensteuerung im Alltag einer Geschäftsbank darstellen.

Der stellvertretende Schulleiter Alfons Bölte begrüßte den Referenten und betonte den Vorteil seiner Schule als gelungene dauerhafte Verbindung zwischen Wirtschaftstheorie und wirtschaftlicher Praxis. 

Der Experte Thomas Wulf kam über die Liquiditätssteuerung schnell zu den praktischen Auswirkungen der Zinssatzsenkungen der Europäischen Zentralbank. Er zeigte die Entwicklung von Leitzinsen auf und erläuterte, dass die Europäische Zentralbank und ebenso die globalen Zentralbanken parallel handeln. Ein Schwerpunkt waren die Maßnahmen und noch möglichen Maßnahmen im Umfeld der Finanzmarktkrise, die im Jahr 2007 ihren Anfang nahm.

Auch in diesem Jahr waren sich die Fachlehrer Henner Koch, Claus Wilke, Thomas Koke und die für diese Kooperation verantwortliche Lehrerin Uta Hesse-Pfennings einig, dass der volkswirtschaftliche Spannungsbogen innerhalb eines Jahres für die Schülerinnen und Schüler deutlich wird.

2018 06 22 Expertenvortrag

Sport- und Projekttag 2018

Sport- und Projekttag 2018 – Am 10. Juli ist es wieder soweit!

Spaß, Sport und Teamgeist stehen am diesjährigen Sport- und Projekttag erneut auf dem Plan. Am Dienstag vor den Sommerferien wird wieder ein vielfältiges und interessantes Sport- und Kulturprogramm für jedermann angeboten: z. B. Klettern, Golf, Tanzworkshops mit prominenten Überraschungsgästen, Kanufahren auf der Pader, Fußball, Swingolf, Badminton, Bogenschießen, Tennis, Pilgerwanderung, Beachvolleyball, Bowling ...

Alle Projektangebote und weitere Infos finden Sie hier auf dieser Seite.

Für die Online-Anmeldung klicken Sie bitte hier.

Das hierzu benötige persönliche Passwort erhalten Sie von Ihrem Klassenlehrer.  

Zum Schluss noch ein paar Impressionen vom letzten Jahr.

Zu Besuch in LE FAOU

Unsere  Reise beginnt… Im Rahmen des Erasmus+ Projekts reisten wir – Anna und Laura – vom 29.04-26.05.2018 gemeinsam nach Frankreich, LE FAOU.

 

2018 06 17 Erfahrungsbericht Austausch

Um 8 Uhr morgens ging es nach Düsseldorf zum Flughafen. Zwei deutsche Freundinnen, 4 Wochen in der Bretagne, Frankreich. Wir haben uns  total gefreut, diese Reise anzutreten und waren sehr gespannt, was uns dort erwarten würde. Wir wissen noch, wie das Gefühl war, als wir unsere Familien verabschiedeten und plötzlich auf uns alleine gestellt waren. 

Anna hatte einen kleinen Vorteil, sie kannte ihre Austauschschülerin, Emilie, schon persönlich. Sie hatten sich während der Erasmusaustauschwoche in Norwegen kennengelernt und waren dort zusammen in einer norwegischen Gastfamilie. Dort verstanden sich die beiden bereits sehr gut. 

Als wir nach einer langen Anreise endlich in Brest ankamen, wurden wir sehr herzlich von Emilie und Laugan, Lauras Austauschschülerin, empfangen. In Le Faou, der wunderschöne Ort in dem die beiden wohnen, lernten wir unsere Gastfamilien kennen. Wir wurden total nett empfangen und fühlten uns beide sofort wohl. Es war schön, Laugan und ihre Familie jeden Tag ein bisschen besser kennenzulernen. Sie waren sehr herzlich und zuvorkommend.

Die nächsten zwei Wochen waren sehr aufregend. Da wir zur Ferienzeit in Frankreich waren, fuhren wir gleich zu Beginn unseres Aufenthaltes mit unseren Gasteltern nach Beg Meil in den Urlaub und eine Woche später zu den Großeltern von Emilie nach Carnac und Nantes, wo wir mit den Gastfamilien eine tolle Zeit hatten: das erste Mal im Atlantik schwimmen, Surfen sowie Schnecken und ,,Spider Crabs“ essen, das hat schon einiges an Überwindung gekostet. Die Familien intergierten uns und versuchten viel mit uns auf Französisch und Englisch zu kommunizieren. Es freute uns, dass sie so aufmerksam und neugierig waren, sie fragten viel über die deutsche Kultur, die Schule, den Alltag und unsere Familien.

Nach zwei spannenden Wochen hieß es nun endlich in Frankreich zur Schule zu gehen. Wir wollten es gar nicht glauben, dass die Schüler in Châteaulinvon 8:00 Uhr bis 17:30 Uhr im Unterricht sind, dann noch teilweise weite Wege nach Hause haben und abends noch Hausaufgaben machen müssen, da bleibt nicht viel Zeit für Freizeit. Da gefällt uns das deutsche Schulsystem doch deutlich besser. Wir haben zwar weniger Ferien, dafür aber am Nachmittag mehr Zeit für Hobbies und Freunde. Es war ein sehr langer Tag, aber da wir unseren Unterrichtsstoff für die Fächer in Deutschland in der Bibliothek, der Cité-Scolaire nachholten, konnten wir die Zeit sinnvoll nutzen. Wir nahmen aktiv am Englisch-, Spanisch, Französisch- und Deutschunterricht teil. In den übrigen Stunden lernten wir dann für unsere Fächer in Deutschland. Die Klasse nahm uns herzlich auf. Die französischen Lehrer waren sehr nett, wir hätten uns aber gewünscht etwas mehr in den Unterricht integriert zu werden. 

Nach der Schule, haben wir gemeinsam mit der Familie gekocht und gegessen, haben zusammen Sport gemacht und an einem Feiertag war Anna sogar dabei, als sie den Honig aus den eigenen Bienenstöcken gesammelt und ,, weiter verarbeitet“ haben. 

Natürlich hat ein Austausch nicht nur positive Seiten. Viele neue Eindrücke und die Sprache fordern einem ganz schön etwas ab. Gespräche mit unseren Familien in Deutschland und Freunden vor Ort haben uns dann aber wieder aufgemuntert. Aber solche Erfahrungen gehören dazu und wir denken, dass man dadurch in seiner Persönlichkeit gestärkt wird und es einem im weiteren Leben weiterhilft. 

Wir haben von diesem aufregenden Austausch sehr profitiert. Neue Freunde und Kulturen kennengelernt, die Sprachen aufgebessert, täglich ein 4-5 Gänge Dinner genossen, neue Städte und noch vieles mehr kennengelernt und vor allem uns selbst. Wir lernten unabhängiger und offener zu werden. Der Blick in einen anderen Schultag und Alltag einer anderen Kultur zeigten uns, einige Dinge mehr zu schätzen oder zu sehen, was man verbessern könnte. 

Wir sind extrem glücklich darüber, dass wir diese Reise antreten konnten und so viele tolle Erfahrungen sammeln durften, die uns immer begleiten werden. Außerdem sind wir sehr dankbar, so eine Möglichkeit von der Schule bekommen zu haben, genauso wie die tolle Unterstützung von unseren Mitschülern und Lehrern.

Wir würden es jedem empfehlen, der so eine Chance bekommt, an einem Austausch teilzunehmen. Aus solchen Erfahrungen kann man nur lernen, profitieren und sich extrem glücklich schätzen!

Dankeschön, für diese vielen Erfahrungen und diese tolle Möglichkeit!!!   Anna und Laura

 

 

 

 

„Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist sieht nur eine Seite davon“ 
(Augustinus Aurelius)

Ein Erfahrungsbericht von Anna Dunschen und Laura Nowak, WG1b  

 

 

 

  

 

Europa hautnah erleben

Europa hautnah erleben derzeit die Schülerinnen und Schüler der WG 1b. Im Rahmen des EU finanzierten Erasmus+ Projektes „FACE – The Faces and Challenges of Europe“ gastierten im Mai  zwei Schülerinnen, Laura Nowak und Anna Dunschen aus der WG1b, in Châteaulin in der Bretagne in Frankreich, nahmen dort am Unterricht teil und lebten in einer Gastfamilie. Sie kamen mit vielen tollen Erfahrungen zurück und sind sich beide einig: „So etwas würden wir jederzeit wieder machen.“ (Näheres siehe auch Erfahrungsbericht auf der LEBK-Homepage) Drei französische Gastschülerinnen des Lycée Jean Moulin aus Châteaulin, Gaëlle Dréau, Laugan Pouliquen und Emilie Lecoq, reisten mit den beiden mit und verbringen nun ihre Zeit am LEBK. 

 

2017 06 17 Europa hautnah erleben

 

Von links: Gaëlle Dréau, Laugan Pouliquen, Emilie Lecoq (alle drei aus Châteaulin, Frankreich), Anna Dunschen, Theresa Brautmeier und Laura Nowak)

 

 „Ich habe mich für dieses Austauschprogramm beworben, weil ich dadurch eine andere Kultur und neue Leute kennenlernen kann“, so Emilie Lecoq. Auch Laugan ist begeistert: „Mir gefällt, dass wir hier mehr Freizeit nach der Schule haben als in Frankreich und dadurch die Möglichkeit haben viel mit unseren Austauschpartnern zu unternehmen. Außerdem kann man hier sehr gut mit Bussen oder der Bahn von einem Ort zum anderen gelangen. Insgesamt sind die Verkehrsanbindungen hier deutlich besser als bei uns. “ Gaëlle ist ebenfalls begeistert. Sie mag Paderborn, wegen der vielen tollen Geschäfte und den Parks. Sie versteht sich mit ihrer Gastschülerin, Theresa Brautmeier, sehr gut. Am kommenden Wochenende will ihre Gastfamilie mit ihr nach Berlin fahren, damit sie auch einmal die Hauptstadt gesehen hat. Das ist natürlich etwas ganz Besonderes. 

Das Erasmus+ Projekt „FACE – The Faces and Challenges of Europe“ wird am Ende dieses Schuljahres erfolgreich abgeschlossen. In den drei Jahren wurden insgesamt über 80 Schülerinnen und Schüler in dieses Projekt eingebunden und profitierten von dem interkulturellen Austausch und den Reisen nach Frankreich, Norwegen und Brüssel. Auch zwei Austauschwochen in Paderborn mussten organisiert, Gäste untergebracht und ein Programm auf die Beine gestellt werden. So lernten die Schülerinnen und Schüler neue Kulturen und Arbeitsweisen kennen, entwickelten ein Verständnis für unterschiedliche Herangehensweisen, verbesserten ihre Fremdsprachenkenntnisse und schlossen neue Freundschaften, die bei einigen sicher auch über die Schulzeit hinaus erhalten bleiben werden. 

„Wo ein Ende ist, ist auch ein Anfang“ könnte man sagen, denn es gibt bereits erste Pläne für ein neues Erasmus Projekt. Also warten wir es ab, wohin die Reise gehen wird. Eines kann man sicherlich sagen, dass „Europa“ auch in der Zukunft eine zentrale Rolle am LEBK spielen wird. 

 

Europa zum Anfassen

Erasmus-Programm: Schüler des Wirtschaftsgymnasiums des Ludwig-Erhard-Berufskollegs schlüpfen im EU-Parlament mit Norwegern und Franzosen in die Rolle von Politikern.

2018 06 13 Erasmus Abschluss 1

 

Paderborn. Dass Studierende dank des Förderprogramms "Erasmus" ein Auslandssemester in anderen Ländern absolvieren ist keine Seltenheit mehr - dass aber Oberstufenschüler mit Erasmus Einblicke in andere Kulturen bekommen, das ist noch nicht sehr verbreitet. Am Wirtschaftsgymnasium des Ludwig-Erhard-Berufskollegs ist gerade das erste Erasmus-Projekt nach drei erfahrungsreichen Jahren ausgeklungen. Und Mitinitiatorin Nicole Broer ist guter Dinge, dass zum Schuljahr 2019/20 ein zweites Projekt starten kann. 


Jeweils der 11. Jahrgang der "Europaklasse" des Wirtschaftsgymnasiums hat sich gemeinsam mit Partnerschulen aus Norwegen, Frankreich und der Türkei mit verschiedenen Facetten Europas beschäftigt. Unter anderem analysierten die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen Schulsysteme in Europa, nationale Sitten und Gebräuche, Themen wie Wirtschaft vor Ort oder Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Und das nicht nur im eigenen Unterrichtsraum, wo Präsentationen und Videos in Englisch erarbeitet wurden, sondern im direkten interkulturellen Austausch mit norwegischen, französischen und türkischen Schülern in den Gastländern. In den drei Jahren fanden mehrere Reisen statt und auch die Europaklasse bekam Besuch. 


So trafen sich beispielsweise 12 Schüler der diesjährigen Unterstufe der Europaklasse eine Woche lang mit Schülern aus Frankreich und Norwegen in Brüssel, um sich im Gebäude des Europaparlaments in gemischten Gruppen auszutauschen und zu diskutieren. In Rollenspielen übernahmen sie Positionen von Politikern. "So eine Erfahrung macht man sonst nicht", bilanziert Evelyn. "Weil wir in der Europaklasse zwei zusätzliche Englischstunden haben, und dadurch mehr Englisch im Unterricht sprechen, konnten wir uns sehr gut verständigen", berichtet Aleksander. 


Die anderen elf Schülerinnen und Schüler reisten für zehn Tage nach Norwegen und nahmen dort unter anderem am Unterricht teil. "Dort wird in der Schule viel mehr mit elektronischen Medien gearbeitet, jeder Schüler hat seinen eigenen Laptop. Und es gibt relativ wenig Unterricht, dafür mehr Lernen in Eigeninitiative", erzählt Veronika. "Es war spannend, direkt den Alltag in einer norwegischen Gastfamilie zu erleben mit vielen Freizeit-Aktivitäten und wenig Fernsehen", erzählt Marieke und fügt schmunzelnd hinzu: "Und viel Fisch." Nicht nur Lena empfindet das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern in Norwegen viel persönlicher. "Sie sprechen sich mit Vornamen an, die Atmosphäre ist sehr familiär." 


Außer diesen Projekttreffen, deren Kosten fast komplett über das Erasmus-Programm erstattet werden, können einige Schüler der Europaklasse für maximal drei Monate eine Schule in einem Gastland besuchen oder ein Praktikum absolvieren. Anna ist zum Beispiel einen Monat lang in der Bretagne gewesen und hat die französische Partnerschule besucht. "Der Unterricht ging teilweise bis 17.30 Uhr, das war schon krass." Aktuell sind drei junge Französinnen für einen Monat in der Europaklasse am Ludwig-Erhard-Berufskolleg zu Gast. Sie leben in Gastfamilien in Borchen, Delbrück und Schloß Holte- Stukenbrock. 


"Mit so einem Projekt, das Europa für Schüler ein Stück erlebbarer macht, wird Internationalität, Pluralität und Offenheit im Schulalltag spürbar sichtbar gemacht. Das kann bei Schülerinnen und Schülern zu der Erkenntnis führen, dass das, was uns verbindet, viel stärker ist als alles, was uns trennt", konstatiert Lehrerin Nicole Broer.

Mehr Info: www.lebk.de ; www.facesofeu.com 

 

Von Sabine Kauke, Quelle:  Neue Westfälische, 13. Juni 2018